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Credit Spreads – Einfluss­faktoren, Berechnung und langfristige Gleich­gewichts­modellierung

Credit Spreads — Einfluss­faktoren, Berechnung und langfristige Gleich­gewichts­modellierung.

Der Credit Spread kompensiert den Anleger für Risiken, die er bei einer Investition in Corporate Bonds übernimmt. Diese Arbeit untersucht die wesentlichen Aspekte des Credit Spreads und beantwortet die folgenden Fragen:

  • Welche Risiken einer Unternehmens­anleihe werden im Credit Spread kompensiert?
  • Was sind die Einflussfaktoren des Credit Spreads? Zu welchen Ergebnissen sind wissenschaftliche Studien zu Determinanten des Credit Spreads gekommen?
  • Wie sollte der Credit Spread berechnet werden und welche risikofreie Referenz ist dabei zu verwenden?
  • Wie lässt sich der Unterschied zwischen Swap- und Staatsanleihenkurve erklären und welche Auswirkungen hat dies auf die Interpretation des Credit Spreads?
  • Von welchen ökonomischen Variablen hängt der Credit Spread langfristig ab? Mit welchen Variablen bildet er ein Gleichgewicht?

Ziele der Arbeit

Risiken von Unternehmensanleihen

Im ersten Teil beschreibt der Autor anschaulich die Risiken von Unternehmensanleihen und skizziert Ansätze zu deren Messung und Steuerung. Der Credit Spread wird mit Ausfall-, Spread- und Liquiditätsrisiken begründet. Neben der Darstellung der Risiken wird auf Möglichkeiten der Messung und Steuerung eingegangen. Die Subprime- und Finanzmarktkrise wird wissenschaftlich aufgearbeitet und gemeinsam mit der LTCM-Krise als Beispiel für das Spreadrisiko betrachtet.

Umfassender Literaturüberblick zu Credit Spreads

Die Studien zum Credit Spread werden in einem umfangreichen Literaturüberblick dargestellt und diskutiert. Die Arbeit unterscheidet dabei zwei Herangehensweisen:

  • Studien der statischen Dekomposition zerlegen den Credit Spread in verschiedene Risikoprämien.
  • Studien der dynamischen Determinanten betrachten die Einflussfaktoren des Credit Spreads im Zeitablauf.

Die Wirkungszusammenhänge werden anhand der empirischen Literatur ausführlich beschrieben und diskutiert.

Berechnung des Credit Spreads

Diese Arbeit vergleicht unterschiedliche Verfahren zur Berechnung des Credit Spreads und diskutiert, welche Anleihen als risikofreie Referenz bei der Credit-Spread-Berechnung verwendet werden können. Lässt man Staatsanleihen und Swaps als Referenz zu, ergeben sich Credit Spreads unterschiedlicher Höhe, deren Unterschiede die Arbeit ökonomisch interpretiert.

Langfristiges Gleichgewichtsmodell

In der empirischen Untersuchung an USD- und EUR-Zeitreihen wird mit Hilfe der Kointegrationsanalyse ein langfristiges Gleichgewichtsmodell für Credit Spreads formuliert. Die hierbei verwendeten Variablen werden vor dem Hintergrund theoretischer Modelle zur Anleihebewertung und den Ergebnissen des Literaturüberblicks kritisch reflektiert.

 

Schlecker, Matthias (2009): Credit Spreads – Einflussfaktoren, Berechnung und langfristige Gleichgewichtsmodellierung. (Reihe Finanzierung, Kapitalmarkt und Banken, Band 66) Eul Verlag, Lohmar/Köln.
ISBN: 978-3-89936-812-3

Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Ulrich Pape, ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin

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