Spread-Ladder-Swap: Spekulation auf die Steilheit der Zinsstruktur
Deutsche Kommunen und Versorger haben in jüngster Vergangenheit exotische Zinsderivate, wie CMS-Spread-Ladder-Swaps zur Optimierung ihres Schuldenmanagements eingesetzt. Als die erwarteten Gewinne ausblieben und stattdessen sich die Verluste anhäuften, verklagten die Kommunen ihre Banken.
Gunnar Stark und Christian Loose untersuchen im aktuellen Finanz Betrieb die exotischen Zinsderivate.

Die so genannten Spread-Ladder-Swaps spekulieren im Prinzip auf die Steilheit der Zinsstruktur. Wie die Autoren betonen, wird die Fristentransformation in einer nicht sofort durchschaubaren Struktur verwendet. Bleibt die Zinsstruktur hinreichend steil, beschwert sie dem Inhaber einen dauerhanften Zahlungsüberschuss. Erst ein Abflachen der Zinsstruktur, wie sie in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten war, führt zu Verlusten bei den Kommunen.
Mit Hilfe einer historischen Simulation lässt sich zeigen, dass die Kontrakte zwar im Schnitt für die Kommunen vorteilhaft sind, auflaufende Verluste jedoch — wenn auch selten — bis zu 100% des Nominalwertes betragen können.
Stark, Gunnar und Loose, Christian (2007): Exotische Zinsderivate im kommunalen Schuldenmanagement. Finanz Betrieb, Jg. 9, Nr. 10, S. 610-618.
Kategorie: Blog, 29.10.2007
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Schlecker, Matthias (2009): Credit Spreads – Einflussfaktoren, Berechnung und langfristige Gleichgewichtsmodellierung. (Reihe Finanzierung, Kapitalmarkt und Banken, Band 66) Eul Verlag, Lohmar/Köln.
