Welcher Editor für LaTeX?
Die Liste der LaTeX-Editoren ist lang und vielfältig. Es gibt Open-Source-Produkte und kostenpflichtige Programme. Doch welcher Editor ist der beste?
Kurz gesagt: es gibt keinen “besten Editor”.
Beim Abfassen meiner Dissertation unter Windows XP arbeite ich drei LaTeX-Editoren gleichzeitig: TeXnicCenter, LaTeXEditor LEd und WinShell. Alle Editoren sind Freeware. Zusätzlich verwalte ich meine Literatur mit JabRef und BibTeX.
Der Alleskönner mit Komfortschwäche: TeXnicCenter
Zur grundlegenden Verwaltung der Dissertation verwende ich das TeXnicCenter, an dem ich folgende Funktionen schätze:
- Erzeugen und automatisches Anzeigen des pdf (Strg + Umschalt + F5)
- Einfügen von Grafiken mit bequemen Einstellmöglichkeiten
- Einfügen von Aufzählungs- oder Formelumgebungen mit einfacher Möglichkeit der Beschriftung

Auto-Vervollständigung mit LaTeXEditor LEd
Störend am TeXnicCenter ist eine fehlende Auto-Vervollständigung von Code. Daher schreibe ich meinen Text mit dem LaTeXEditor LEd. Ist einmal die BibTeX-Datei mit dem LaTeX-Dokument verknüpft, schlägt die Software sogar die Zitate vor, sodass man bequem das Kommando \cite{Mer tippt und schon schlägt LEd vor, mit Merton1974 zu vervollständigen.

Selbstverständlich funktioniert die Vervollständigung auch bei anderen Referenzen. Frei definierbarer LaTeX-Code kann auf 10 Symbolzeichen abgelegt werden.
Leider arbeitet LEd nicht sauber mit pdfLaTeX zusammen. Beispielsweise wird die BBL-Datei mit den Literaturbelegen nicht aktualisiert, sodass ich anschließend das Dokument mit dem TeXnicCenter kompiliere.
Tabellen erstellen mit WinShell
WinShell nehme ich lediglich zum Erfassen von Tabellen. Ein bequemer Dialog bietet eine Excel-artige Eingabemaske, aus der das Programm anschließend den Tabellencode generiert, der mit Copy & Paste in das eigentliche LaTeX-Dokument in LEd eingefügt wird.


Kategorie: LaTeX, 27.09.2007
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