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Zielsetzung

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht der Credit Spread. Ausgehend von der Problemstellung lassen sich insgesamt fünf Forschungsziele ableiten.

Einflussfaktoren des Credit Spreads
Der Credit Spread ist seit der Arbeit von Fisher (1959) ein intensiv untersuchter Forschungsgegenstand. Allein in den letzten 20 Jahren ist hierzu eine Vielzahl an Studien veröffentlicht worden, die die Einflussfaktoren des Credit Spreads untersuchen. Im Rahmen dieser Arbeit sollen diese Studien dargestellt, systematisiert und die Ergebnisse diskutiert werden. Dabei wird der Credit Spread zunächst in einzelne Risikokomponenten aufgeteilt (statische Betrachtung). Anschließend werden Einflussfaktoren dargestellt, die die Veränderung des Credit Spreads im Zeitablauf (dynamische Betrachtung) erklären können.

Credit-Spread-Berechnung
Die wissenschaftliche Literatur hat der Berechnung von Credit Spreads bislang relativ wenig Beachtung geschenkt. Daher sollen verschiedene Verfahren diskutiert und Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Anlässe der Credit-Spread-Berechnung abgeleitet werden. Kapitalmarktzinssätze werden auf ihre Eignung als risikofreie Referenz bei der Credit-Spread-Berechnung überprüft und mit impliziten risikofreien Zinssätzen verglichen.

Informationsgehalt des Credit Spreads
Der Credit Spread kann als Renditedifferenz zu Staatanleihen oder Swaps berechnet werden. Die Höhe des Credit Spreads hängt von der Wahl des risikofreien Referenzzinssatzes ab. Daher sollen die im Credit Spread enthaltenen Informationen untersucht und mit den im Credit Spread vergüteten Risiken verglichen werden. Von ökonomischer Relevanz ist hierbei vor allem die als Swap Spread bezeichnete Differenz zwischen Swapsätzen und Staatsanleiherenditen.

Langfristige Dynamik des Credit Spreads
In der empirischen Untersuchung sollen die langfristigen Determinanten des Credit Spreads analysiert werden. Dazu wird mit Hilfe der Kointegrationsanalyse nach Johansen (1995) ein Gleichgewichtsmodell hergeleitet, mit dem überprüft werden kann, ob Variablen mit dem Credit Spread einem langfristigen, gleichgewichtigen Entwicklungspfad folgen. Die Kointegrationsanalyse lässt explizit kurzfristige Abweichungen vom Gleichgewicht zu.

Restlaufzeit und Steigung
Die Abhängigkeit des Credit Spreads von der Restlaufzeit wird über die Steigung der Credit-Spread-Struktur betrachtet. Neben einer Beschreibung der durchschnittlichen Struktur soll untersucht werden, von welchen Einflussgrößen die Steigung der Struktur und damit ihre Form im Zeitablauf abhängig ist. Die dynamische Betrachtung erfolgt mit Hilfe der Granger-Kausalität.

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Credit Spreads

Credit Spreads — Einfluss­faktoren, Berechnung und langfristige Gleich­gewichts­modellierung.

Schlecker, Matthias (2009): Credit Spreads – Einfluss­faktoren, Berechnung und langfristige Gleichgewichts­modellierung. (Reihe Finanzierung, Kapitalmarkt und Banken, Band 66) Eul Verlag, Lohmar/Köln.